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Mehr Wasser fürs Steinheimer Ried

Der NABU hofft durch diese Maßnahme zum einen das Wasser solange zurück halten zu können, bis die Amphibien ihr Laichgewässer verlassen haben (Juni/ Juli), zum anderen auch auf die Rückkehr ehemals vorkommender Vogelarten wie Kiebitz, Laubfrosch, Trollblume u.a. Damit will derNABU Steinheim einen durch Trockenlegung verloren gegangenen Lebensraum wiederherstellen.

Feuchtwiesen sind für viele Tier- und Pflanzenarten ein unersetzlicher Lebensraum, besonders für vom Aussterben bedrohte Wiesenbrüter, wie Kiebitz oder Bekassine. Diese Flächen sind nicht nur als Brutgebiet wichtig, sondern auch als Trittstein auf dem Vogelzug im Frühjahr und Herbst. Außerdem sind Feuchtwiesen bedeutende CO2 Speicher und können durch ihre hohe Speicherfähigkeit beim Hochwasserschutz eine nicht unbedeutende Rolle spielen und in trockenen Sommern den Grundwasserspiegel stabilisieren.

Bereits vor zwei Jahren wurde das Projekt durch Arbeiten eines Pflegetrupps vom Regierungspräsidiums Stuttgart eingeleitet. Der bestehende Tümpel wurde freigestellt, Weiden entfernt bzw. zurückgeschnitten sowie eine Flachwasserzone geschaffen. Der Bauhof erneuerte teilweise das vorhandene Wehr am westlichen Entwässerungskanal und dichtete es ab. Bei allen Maßnahmen wurde sichergestellt, dass bei maximalem Wasserstand die angrenzenden Grundstücke nicht beinträchtigt werden. Bereits nach den ersten Arbeiten besuchten seltene Gäste wie Bekassine, Waldwasserläufer, Rostgans und Störche das Ried.

Großzügige Unterstützung bei der Realisierung des Projektes erfuhr die NABU-Gruppe durch das Ingenieurbüro Kolb welches die Planung übernahm, Franz Schuck für die Vermittlung an Herrn Laun von der Fa. Dannenmann GmbH in Heidenheim, die den Verschlussdeckel hergestellt hat. Insbesondere auch durch den Bauhof der Gemeinde, allen voran Bauhofleiter Huber, der mit seinen Mitarbeitern den Einbau vor Ort durchgeführt hat.

 

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