Neuer Brutkasten für die Schleiereule

- Fritz Raith aktiv für den Schleiereulenschutz
Um dem anhaltenden Verlust an geeigneten Brutplätzen entgegenzuwirken, haben Mitglieder der NABU-Gruppe Heidenheim in den letzten Tagen eine neue Brutmöglichkeit für die Schleiereule (Tyto alba) geschaffen. Im Ortsteil Heutenburg der Gemeinde Gerstetten wurde in einer Scheune ein entsprechender künstlicher Nistkasten angebracht. Das entsprechende Ansinnen der Naturschützer wurde von den Gebäudeeigentümern sehr begrüßt und aktiv mit dabei angepackt, den großräumigen Kasten an Ort und Stelle zu montieren.
Die nachtaktive Schleiereule wählt ihre Brutplätze innerhalb menschlicher Siedlungen. Bei ihrer Wahl eines geeigneten Brutquartiers sind Schleiereulen anspruchsvoll und bevorzugen exponierte Gebäude. Als Kulturfolger besiedelt sie vor allem Scheunen, Kirchtürme und Ruinen. Im Umkreis ihrer Brutplätze jagen Schleiereulen auf offenem Gelände, wie beispielsweise auf Wiesen, entlang von Feld- und Wegrainen sowie Hecken. Dank zahlreicher Schutzmaßnahmen ist sie nicht mehr so stark gefährdet wie in den 1970er Jahren. Damit sich ihre Bestände auch weiterhin erholen, ist es notwendig, bei Sanierungen von Türmen, Dächern und Scheunen ihre Nistplätze zu erhalten und ggf. neue zu schaffen.
Besuch bei Kiesewetter
Einige Vertreter des NABU waren kürzlich beim Bundestagsabgeordneten Roderich Kiesewetter eingeladen. Hauptthema waren die regenerativen Energiemöglichkeiten. Insbesondere war uns ein Anliegen, dass der weiteren "Vermaisung" der landwirtschaftlichen Flächen entgegnet wird. Hier gibt es durchaus Alternativen. Des weiteren wurde die grüne Gentechnik zur Diskussion gestellt. Bleibt zu Hoffen dass unsere Anliegen auch Gehör gefunden haben und eine Wirkung zeigen.



